Kindheit 

Ich wurde am 01.01.1970 geboren und bin römisch-katholisch. Mein Vater war Musiker und meine Mutter arbeitete in der Apotheke. Gemeinsam mit meinem Bruder Niels und meiner Schwester Maren habe ich in Zschopau eine schöne Kindheit verbracht. Obwohl wir im Leben unterschiedliche Wege eingeschlagen haben, ist das Engagement für unsere Heimatstadt Zschopau ein verbindendes Element geblieben.

 
 

Lernen

Bis zur zehnten Klasse besuchte ich die Martin-Andersen-Nexö Oberschule und anschließend die erweiterte Oberschule “Clara Zetkin” in Zschopau, wo ich 1988 das Abitur ablegte. Meine Lehrer hatten es mit meiner kritischen und gradlinigen Art nicht immer leicht, aber heute – so viele Jahre später – schätzen wir uns sehr. Nach dem Abitur arbeitete ich als Wasserbauarbeiter für vier wunderschöne Jahre an der Talsperre Neunzehnhain. Danach studierte ich in Dresden und Chemnitz Politikwissenschaft und legte 1999 meine Magisterprüfung ab. Das war mein Ding, da ich schon immer wissen wollte: „WAS – WANN – WARUM“ passiert und wie man Dinge positiv verändern kann.

 
 

Einheit

Die Friedliche Revolution und die Wiedervereinigung Deutschlands haben mein Leben verändert. Schon in der DDR habe ich mich als kritischer Bürger engagiert und im Wendeherbst 1989 gehörte ich zu den Ersten, die in Zschopau politisch aktiv waren. Nie werde ich vergessen wie wir die erste „Wendedemo“ in Zschopau anmeldeten. Später war ich dann Mitglied des Runden Tisches der Stadt. Das war eine intensive und spannende Zeit, weil so vieles in kurzer Zeit neu entschieden werden musste.

 
 

Arbeit

Ich mag meine Arbeit als Projektmanager. Ich freue mich, mit sehr unterschiedlichen Menschen zusammenzukommen und denke mich gern in ganz verschiedene Themen ein. Da sich viele Aufgaben nur gemeinsam lösen lassen, spreche ich mit vielen Menschen. Ich durchdenke Probleme und Lösungswege in Ruhe und berate mich mit meinen Kollegen. In unserer schnelllebigen Zeit ist es mir wichtig, Sachverhalte sorgfältig zu erfassen und dann zu entscheiden.

 
 

Meine Projekte

In den vergangenen Jahren hatte ich das Glück, im Rahmen meines Berufes in Zschopau anspruchsvolle Projekte verwirklichen zu dürfen. Angefangen von „Demografie Zschopau“ bis hin zu den gemeinsamen Projekten mit Tschechien. Für immer in Erinnerung bleiben wird mir unser Filmprojekt „Sehen-Staunen-Erleben“, in dem Jugendliche ihre Stadt Zschopau in drei unterschiedlichen Filmen vorstellen und unsere jugendpolitische Ferienakademie „QUO VADIS – Europa“, welche uns nach Rom führte. Dieses Projekt wurde zur „VISIONALE Leipzig 2014“ mit 2 Hauptpreisen ausgezeichnet. Das Besondere an dieser Arbeit ist für mich nicht nur bei jedem Projekt neue Wege zu gehen, sondern auch jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, hier in Zschopau ein attraktives Freizeitangebot zu erleben.

 
 

Zschopau

Für meine Heimatstadt habe ich mich schon immer engagiert. Es begann mit der von uns gegründeten und später von der STASI aufgelösten Ökologischen Partei und setzte sich über das Ökocamp fort, wo wir die Stadtgutteiche in Zschopau sanierten. Danach war ich ehrenamtlich viele Jahre im Jugendclub High-Point aktiv. Dort stellte ich gemeinsam mit anderen Engagierten von kulturellen Veranstaltungen über Umbauarbeiten bis hin zu “High-Point TV” vieles auf die Beine. Als Verantwortlicher für das Stadtmarketing erreichte ich unter anderem, dass Zschopau den Titel „Staatlich anerkannter Ausflugsort“ erhielt. Für den Förderverein „Schloss Wildeck“ erarbeitete ich u.a. gemeinsam mit Herrn Dr. Hahn einen Schlossführer.

 
 

Freizeit

Zu Hause kann ich vom Trubel meiner Projektarbeit abschalten. Ich lese sehr gern, spiele im Verein Volleyball, treffe Freunde und bin zu Hause ab und an als mein eigener Handwerker tätig. Das ist ein guter Ausgleich und hilft mir den Kopf frei zu bekommen. Ich mag es, mit meinem Hund im wunderschönen Zschopautal unterwegs zu sein. Ein Sprichwort, welches ich sehr schätze, sagt: „Heimat ist nicht da, wo Du die Namen der Bäume kennst, sondern wo die Bäume Dich kennen“

 
 

Musik

Mit Freunden gründete ich 1988 in einer Zschopauer Sero-Annahmestelle eine Country und Western Band. Diese Musikrichtung verband ich für mich, als in der DDR aufgewachsener, mit der ersehnten großen Freiheit. Ein Jahr später legten wir die noch nötige „Einstufung“ ab und erhielten so die Spielerlaubnis. Nach der Wende durften wir gemeinsam viele schöne Auftritte erleben, unter anderem als Vorband von Dave Duddley und Truck Stop. Auch wenn sich in den folgenden Jahren Besetzung, Name und Musikrichtung änderten – am Mischpult zu stehen, wenn vorne die Band spielt, ist nach all den Jahren immer noch ein wahnsinniges Gefühl.